Badischer Schachverband e. V.
Bernd Walther,
Turnierleiter Pokal und Blitz
Fragen und Antworten zur Pokal-Mannschafts-Meisterschaft
neudeutsch auch FAQ genannt
Ein Großteil sollte eigentlich aufgrund der Turnierbestimmungen geklärt sein, welche im wesentlichen auf der TO des BSV aufbauen. Darüber hinaus gehende Fragen, die an den Turnierleiter gestellt wurden, werden hier beantwortet.
Dabei ist zu beachten, daß der Turnierleiter auch ein gewissen Handlungsspielraum hat, d. h. es läßt sich nicht ausschließen, daß in Zukunft eine Antwort auch gegenteilig beantwortet wird, wenn entsprechende Umstände dies erfordern sollten.
Vorberechtigungen
Sollte ein Verein trotz Vorberechtigung (Bundesliga oder Meister) in der nächsten Saison am Bezirks-Pokal teilnehmen ?
Ja.
1.) Wir wollen ja das Schachspiel fördern und nicht verhindern.
2.) Der Verein hat die Chance, sich mit einer zweiten Mannschaft zu qualifizieren.
3.) Je mehr Mannschaften am Bezirks-Pokal mitmachen, desto größer sind die Chancen des Bezirks auf die Nachrückerplätze, die nach Bezirksbeteiligung vergeben werden.
Falls der Verein auf Bezirks-Ebene teilnimmt und dort gewinnt, dürfen dann 2 Mannschaften auf Badischer Ebene spielen ?
Ja, unter der Voraussetzung,
daß der Verein auch auf Bezirksebene mit 2 Mannschaften angetreten ist und eine davon sich qualifiziert hat.
Falls der Verein auf Bezirksebene ausscheidet, wäre dann auch der Startplatz für die badischen Ebene gestrichen ?
Nein.
Ein einmal erworbenes Qualifikationsrecht kann durch kein noch so schlechtes Abschneiden im Folgejahr beschnitten werden. (analog auch zum Qualifikationsrecht beim Schachkongress)
Es haben sich mehr als zwei Mannschaften eines Vereins qualifiziert. Wieviel und welche dürfen spielen ?
Nach TO maximal 2 pro Verein, auch wenn sich mehr qualifiziert haben.
Rein theoretisch könnte ein Verein eine Mannschaft in der 1. und eine in der 2. Bundesliga haben, dasselbe nochmals in der 1. und 2. Frauen-Bundesliga und ist dann noch auf Bezirksebene mit 2 Mannschaften ins Finale gekommen. Von diesen 6 Vorberechtigungen kann der Verein nur 2 wahrnehmen, wobei der Verein selbst die Wahl hat, keine, eine oder zwei Damen-Mannschaften zu stellen.
Nicht wahrgenomme Spielrechte werden auf die Nachrückplätze verteilt.
Entscheidungen
In der TO steht, daß die tieferklassige Mannschaft bei einem Unentschieden weiterkommt. Ist die tieferklassige Mannschaft bei einem 2:2 auch Badischer Pokalmannschaftssieger?
Ja.
Die Entscheidungsfindung, wie sie in den Turnierbestimmungen angegeben ist, gilt auch für das Finale.
Ändert sich die Klassenzugehörigkeit für die 2:2-Regel, wenn der Verein am Saisonende auf- oder abgestiegen ist.?
Nein.
Die zu Beginn des Turnieres festgestellte Klassenzugehörigkeit bleibt bis zum Finale bestehen.
Aufstellung
Dürfen Spieler, die den Verein zur neuen Saison verlassen (30.06), in den verbleibenden Pokalspielen eingesetzt werden?
Ja.
Das Turnier gehört noch zur alten Saison, es dürfen also noch die alten Spieler eingesetzt werden.
Umgekehrt gilt dann aber auch, daß Spieler, die von einem anderen Verein gewechselt haben, nicht eingesetzt werden dürfen.
Darf die Reihenfolge der Spieler von Runde zu Runde völlig neu festgelegt werden ?
Ja.
Vorentscheidung auf Bezirksebene
Ist es notwendig, bei ... Teilnehmern auf Bezirksebene, den 3. Platz auszuspielen ?
Solange noch nicht alle Bezirke ihre Teilnehmerzahlen gemeldet haben, läßt sich höchstens erahnen, welche Bezirke die Nachrückplätze bekommen.
Allerdings, in der Praxis kommt weniger darauf an, wer die meisten Teilnehmer in den Bezirken hat, sondern vielmehr, wieviel Absagen es gibt, weil dann wird nachgerückt.
Da die Absagen aber meistens kurzfristig kommen, werden bereits feststehende Dritte und Vierte gebraucht, da für Entscheidungsspiele keine Zeit mehr zur Verfügung steht.
Und wer letztendlich Dritter und Vierter ist, muß der Bezirk auf irgendeine Art und Weise bestimmen, sei es durch ein Spiel um den 3. Platz, oder Auslosung oder durch andere Kriterien.
Ergebnismeldung
Warum sind denn die Paßnummern für die Spielberichtskarte so wichtig ?
Die Paßnummern sind keine Schikane in der TO, sondern erleichtert ungemein die Arbeit.
Durch ihr Fehlen wird die Eingabe viel zeitaufwendiger und die Fehlerrate viel höher.
Für den Mannschaftsführer ist der Aufwand geringfügig, für den DWZ-Bearbeiter, der ja alleine alle Ergebnisse eingeben soll und zudem mit unleserlichen und unvollständigen Namensangaben geplagt wird, kann es bei den insgesamt 64 Mannschafts-Ergebnissen ein Unterschied von Stunden ausmachen.
Von daher wird strikt nach TO verfahren und nach erfolgloser Anmahnung, die Paßnummern nachzureichen, Bußgelder verhängt.
Was ist, wenn der Gegner die Spielberichtskarte nicht richtig ausfüllt ?
Für die korrekte und vollständige Meldung per Spielberichtskarte ist ausschließlich nur der Heimverein verantwortlich.
Wenn der Gegner die rechte Seite der Spielberichtskarte selber ausfüllt (was er nicht muß!), so ist das zwar ein Entgegenkommen, entbindet aber nicht den Heimverein, die Angaben zu prüfen und ggf. zu vervollständigen (Paßnummern).
Da auf badischer Pokalebene in der Regel die Vereine aus unterschiedlichen Bezirken kommen, ist naturgemäß der Heimverein nicht im Besitze einer gegnerischen Rangliste. Von daher hat der Gastverein, wie auch in den Turnierbestimmungen aufgeführt, eine Pflicht zur Mithilfe, indem er ein Exemplar der Rangliste mitbringt.
Stand vom Montag 18. Juni 2001, erstellt von Bernd Walther